Neuer Fußball-Kunstrasen für Schweizer Fußballmeister Young Boys

Stade de Suisse_2019

In der Saison 2018/19 feierten die Berner BSC Young Boys – auch BY oder BSC BY genannt – zum dreizehnten Mal in der Vereinsgeschichte die Meisterschaft der Schweizer Raiffeisen Super League. Bereits acht Runden vor Schluss stand am 13. April der Titelgewinn mit überragenden 91 Punkten fest – so früh wie noch nie in der Geschichte der Schweizer Liga und auch noch nie mit so vielen Punkten.

Vom legendären Wankdorfstadion ins moderne Stade de Suisse

Seine Heimspiele trägt der 1898 gegründete Traditionsklub seit 2005 im „Stade de Suisse Wankdorf Bern“ aus – mit rund 31.000 überdachten Sitz- bzw. Stehplätzen das zweitgrößte Stadion der Schweiz, gleich nach dem St. Jakob Park in Basel.

Errichtet wurde das Stade de Suisse zwischen 2001 und 2005 auf wahrlich historischem Boden, zumindest für deutsche Fußballfans: 1954 fand im Vorgängerbau, im Wankdorfstadion, das „Wunder von Bern“ statt, bei dem Deutschland erstmals Fußballweltmeister wurde.

Bereits damals trugen die BC Young Boys ihre Heimspiele dort aus – mit knapp 22.000 Mitgliedern der mitgliederstärkste Sportverein in der Schweiz. Darüber hinaus gehören zum Stadion Bern eines der größten Einkaufszentren der Schweiz, eine Schule, mehrere Wohnungen und ein in das Stadiondach integriertes Sonnenkraftwerk. Mit der Kategorie 4 der UEFA entspricht es der höchsten Klassifikation des Europäischen Fußballverbands.

BSC Young Boys – seit 2005 Heimspiele auf Kunstrasen

Zu den weiteren Besonderheiten des Berner Stadions zählt auch, dass es im Moment eines von zwei Fußballstadien in Europa ist, in dem ein Erstliga-Fußballverein seine Heimspiele auf Kunstrasen austrägt – und das, seit dem Eröffnungsspiel am 16. Juni 2005, fast durchgehend. Den zweiten Kunstrasen installierte Polytan 2016 in der Stockhorn Arena im Kanton Bern, beim Schweizer Erstligisten FC Thun.

Zweimal Austausch gegen Naturrasen

Insgesamt zweimal wurde im Stade de Suisse die Kunstrasen-Spielfläche gegen einen Naturrasen ausgetauscht: 2008 für drei Gruppenspiele der UEFA-Fußball-Europameisterschaft und zwischen Dezember 2011 und Juni 2014.

Zur Saison 2014/15 fiel die Wahl erstmals auf einen Kunstrasen von Polytan, installiert wurde das System LigaTurf RS Pro CoolPlus. Mit dem Wechsel von Natur- auf Kunstrasen konnten die YBs nicht nur ihren Trainingsbetrieb im Stade de Suisse deutlich verbessern, sondern auch den Pflegeaufwand des Fußballplatzes enorm reduzieren. Außerdem wurden so die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geschaffen, um das Stadion in Bern auch als Event-Arena mit Großveranstaltungen nutzen zu können.

Die neueste Generation Fußball-Kunstrasen: LigaTurf RS Pro II CP

Nach 5 Jahren mit über 100 Partien entschied sich im Jahr 2019 der Schweizer Rekordmeister, wieder auf der neuesten Generation Fußball-Kunstrasen seine Heimspiele auszutragen – dem LigaTurf RS PRO II CoolPlus von Polytan. Das gleiche System, auf dem auch die Profis des FC Thun in der Stockhorn Arena seit 2016 spielen.

Der „Meisterrasen“ aus dem Stade de Suisse wurde ausgebaut und in Wädenswil neu installiert. Dort wird der Schweizer Zweitligist FC Wädenswil die nächsten Jahre seine Heimspiele auf dem Kunstrasensystem austragen.

Hohe Rasenqualität für das Stade de Suisse

Bei der Auswahl des neuen Kunstrasens legten die Verantwortlichen der BSC Young Boys Wert auf höchste Qualität. So spielte eine exzellente Formstabilität eine ebenso entscheidende Rolle wie eine hohe Faserdichte, eine sehr gute Dämpfung und eine geringe Wärmeentwicklung. All diese Kriterien erfüllt der LigaTurf RS PRO II CoolPlus durch sein intelligentes Garndesign und Materialformulierung.

Ferner trägt das moderne Infill aus EPDM dazu bei, dass der Kunstrasen im Stade de Suisse hervorragende Spieleigenschaften aufweist. Durch die dichtere Oberflächenstruktur wird der Splash auf ein Minimum reduziert und das Infill besser im Untergrund gehalten.

Natürliche Rasenoptik auch bei TV-Übertragungen

Neben der hohen Spielqualität wünschten sich die Verantwortlichen der BSC Young Boys eine Kunstrasen-Optik, die einem Naturrasen gleicht. Insbesondere bei TV-Übertragungen wurde das alte, eher olivgrüne Spielfeld als unattraktiv empfunden.

Verbesserung brachte der neue Farbton Line/Field Green – heute wirkt das Spielfeld natürlich grün, saftig und dicht, auch auf den Bildschirmen der digitalen Endgeräte. Zu diesem Eindruck trägt die BiColour Farbgebung von Polytan bei, bei der zwei verschiedene Grüntöne in einem Filament verarbeitet werden.

Neuer Kunstrasen: Einbau auf bestehender Elastikschicht

Verlegt wurde der neue Kunstrasen vom Garten- und Sportplatzbauer Bächler+Güttinger. Da der Unterbau inklusive Rasenheizung nicht ausgetauscht werden musste, ging die Installation schnell und fristgerecht vonstatten. Der neue Rasen wurde auf der bestehenden Elastikschicht ausgerollt und mit stabilisierendem Quarzsand und dämpfenden EPDM-Infill verfüllt.

Die durchschnittliche Lebensdauer eines Kunstrasens beträgt zwölf Jahre, die Elastikschicht im Untergrund behält ihre Funktionsfähigkeit jedoch bis zu 30 Jahren und mehr. So kann die Spielfläche mehrmals ausgetauscht werden, ohne dass der Unterbau davon betroffen ist.

Kunstrasen in europäischen Fußballstadien

Nachdem viele Jahre auch in Frankreich Erstliga-Fußballstadien mit Kunstrasen von Polytan ausgestattet waren, spielen in Europa aktuell zwei Vereine der Schweizer Super League in ihren großen Fußballstadien auf dem pflegeleichten, künstlichen Grün: die BSC Young Boys im Stade de Suisse – ehemals Wankdorfstadion – und der FC Thun in der Stockhorn Arena. Beide auf dem gleichen System, einem LigaTurf RS Pro II CoolPlus von Polytan mit einem Infill aus hochwertigem EPDM-Gummigranulat.

Die BSC Young Boys bestritten ihr erstes Spiel gegen Aufsteiger Servette Genf am 21. Juli 2019 auf dem neuen Kunstrasen, die Partie ging mit 1:1 unentschieden aus. Die nächsten beiden Heimspiele gegen den FC Lugano (2:0) und FC Zürich (4:0) konnten jedoch souverän gewonnen werden.

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